
Schlager gegen Krimi: ARD punktet mit Eventshow, ZDF liegt am Samstagabend knapp vorn
Der Samstagabend stand für viele Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer ganz im Zeichen der »Schlagerchampions 2026 – Das Fest der Besten«. Schon im Vorfeld galt die Sendung als eines der ersten großen Schlager-Highlights des neuen Jahres, und auch die Einschaltquoten bestätigten dieses Interesse deutlich. Wie das Medienportal DWDL berichtete, konnte die von Florian Silbereisen präsentierte Show in der ARD vor allem in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen überzeugen: Über eine Million Menschen schalteten ein. Das entsprach einem Marktanteil von 14,1 Prozent – ein Wert, der zeigt, dass sich die musikalische Primetime-Unterhaltung weiterhin gegen starke Konkurrenz behaupten kann.
Damit platzierte sich die ARD am Samstagabend in der Reichweite und vor allem in der genannten Zielgruppe sehr solide, lag jedoch knapp hinter dem ZDF. Dort führte zur gleichen Zeit die Krimireihe »Ein starkes Team« mit der Folge »Das letzte Opfer« das Feld an. Mit einem Marktanteil von über 16 Prozent war das Zweite in der Primetime federführend und konnte seine Position als häufig verlässlicher Quotengarant am Samstagabend erneut untermauern. Krimis zählen seit Jahren zu den stabilsten Formaten im deutschen Fernsehen, weil sie sowohl Stammzuschauer anziehen als auch Gelegenheitszuschauer zum Einschalten bewegen – ein Vorteil, der sich auch diesmal in den Zahlen widerspiegelte.
Trotzdem fällt auf, wie dicht das Rennen um die Gunst des Publikums an diesem Abend ausfiel. Während das ZDF mit spannungsgeladener, fiktionaler Unterhaltung punktete, setzte die ARD auf große Bühne, Musik und Showmomente – ein Kontrast, der das klassische Duell zwischen Krimi und Event-Show in der Samstagsprimetime gut veranschaulicht. Dass Florian Silbereisens »Schlagerchampions« dabei nur knapp zurücklag, unterstreicht die anhaltende Popularität des Schlagers als TV-Genre, insbesondere wenn bekannte Namen, ein festlicher Rahmen und ein klarer Event-Charakter zusammenkommen. In einem Umfeld, in dem sich die Sehgewohnheiten durch Streaming und Mediatheken zunehmend verändern, sind solche Live- oder Eventshows für klassische Sender zudem besonders wertvoll, weil sie häufig ein gemeinsames Fernseherlebnis schaffen, über das am nächsten Tag gesprochen wird.
























